Sonntag, 20. Mai 2012
 
 
Utah: Die Himmelsinsel im Canyonlands Nationalpark
Utah: Die Himmelsinsel im Canyonlands Nationalpark

Canyonlands, der 1964 zum Nationalpark erhoben wurde, ist mit einer Fläche von rund 1.360 km² der größte der fünf Nationalparks in Utah. Er ist längst nicht so bekannt wie Zion, Bryce Canyon oder Arches, aber mindestens ebenso sehenswert! Manche Besucher, die zum ersten Mal nach Moab kommen, schaffen es oft nur, Arches Nationalpark zu besuchen und hetzen dann weiter, weil sie nur eine Nacht in Moab gebucht haben und schon wieder zur nächsten Sehenswürdigkeit wollen. Das ist natürlich auch oft verständlich, gerade wenn es die erste Reise in den Südwesten ist, der ja vor Naturwundern nur so strotzt und man so viel wie möglich mitnehmen möchte. Aber trotzdem schade! Denn es gibt so viel mehr zu sehen. Viele, mit denen wir sprechen, und die Canyonlands beim ersten Besuch links liegen gelassen haben (von Moab aus gesehen im wahrsten Sinne des Wortes!), kehren wieder und lassen sich dann mehr Zeit, um beide Nationalparks bei Moab in Ruhe erkunden zu können. Und sind dann völlig begeistert!

Canyonlands teilt sich auf in drei Regionen, die durch die Flüsse Green und Colorado wie ein Y geteilt sind und die nicht über Straßen miteinander verbunden sind: Die Himmelsinsel „Island in the Sky“ im Norden, im Osten „The Needles“ mit ihren Felsnadeln und im Westen der Irrgarten „The Maze“. In dieser dreigeteilten Serie stellen wir Ihnen zunächst den meistbesuchten und am leichtesten zugänglichen Teil vor, nämlich Island in the Sky. Diese Region ist am besten von Moab aus zu erreichen und liegt südwestlich vom Arches Nationalpark. Zur besseren Orientierung gibt es hier eine Übersichtskarte.

In Canyonlands ist der Name Programm: er besteht aus unzähligen zerklüfteten Canyons, die hier in über 300 Millionen Jahren entstanden sind. Der Park ist ein Paradebeispiel für die Veränderungen des Colorado Plateaus, die hier Schicht um Schicht sichtbar werden. Längst verschwundene Ozeane, Wattenmeere und versteinerte Sanddünen haben sich hier in die Landschaft eingeprägt, die aus unzähligen Schluchten, Steinsäulen, -bögen, -hügeln und Tafelbergen besteht. Der Großteil von Canyonlands ist Wildnis und nicht durch befestigte Straßen erschlossen. Dies macht das Backcountry Erlebnis natürlich umso größer.

Island in the Sky erhebt sich wie eine felsige Insel zwischen den Flüssen Colorado und Green. Man nähert sich von Norden und merkt plötzlich, dass man auf die Spitze eines Hochplateaus zufährt, während der Abgrund links und rechts immer näher kommt. Von verschiedenen Aussichtspunkten blickt man hinab auf die vielschichtigen Schluchten, die die beiden Flüsse gegraben haben, sowie auf den White Rim, eine weiße Sandsteinbank. Aber man hat auch eine hervorragende Sicht auf drei Bergketten, die La Sal Mountains im Osten, die Abajo Mountains im Süden und die Henry Mountains im Südwesten.

Quelle: Utah Office of Tourism 16.04.2010
 
 
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